Padati

Erfolgreicher Spagat zwischen individuellen Einzelstücken und Serienproduktion

Hochkomplexes Mobiliar und kostengünstige Serienfertigung, kleine Einrichtungsgegenstände und ein kompletter Innenausbau – wie schafft es eine mittelständische Schreinerei, die unterschiedlichsten Aufträge unter einen Hut zu bringen und zugleich die Kunden mit Qualität zu überzeugen? Die Schreinerei padati verfügt mit handwerklicher Präzision, eigenem Planungsbüro und einer optimal ausgestatteten Werkstatt mit hohem Automatisierungsgrad über das passende Rezept. Als langjähriger Partner mit an Bord: der italienische Maschinen- und Anlagenproduzent Biesse mit seinen vernetzten und aufeinander abgestimmten Lagersystem, CNC-Bearbeitungzentren und Kantenanleimmaschinen.

Client: padati GmbH
Ville: Wittlich-Wengerohr
Pays: Allemagne
Website: padati.de/

Zwischendurch eine kleine Fensterbank oder ein exklusiver Innenausbau für über eine halbe Millionen Euro – für die Spezialisten aus Wittlich hat die Kundenzufriedenheit unabhängig von der Größe des Auftrags Priorität. „Die Chemie muss stimmen, nur so lassen sich gemeinsam mit dem Kunden exklusive Küchen, Möbel, Treppen oder Parkettböden planen und entwerfen“, fasst Patrick Teusch, einer der beiden Gründer und Geschäftsführer von padati, die Philosophie der Firma zusammen. Für die professionelle Umsetzung verfügt das 2004 gegründete Tischlereiunternehmen über ein angeschlossenes Planungsbüro und arbeitet eng mit Architekten zusammen. „Wir beraten, entwickeln und fertigen Interieur- und Sonderlösungen auf technisch und handwerklich hohem Niveau, ganz nach den entsprechenden Wünschen und Vorstellungen unserer Auftraggeber.“

Wohldurchdachte Lösungen in Holz

„Kundenzufriedenheit steht für uns an oberster Stelle“, wie Daniel Krauth, der Zweite im Bunde der Gründer und Geschäftsführer betont. Entscheidend dafür sind Flexibilität und das klar gesteckte Ziel niemals aus den Augen zu verlieren. „Wir sind von unserem Team und der technischen Ausstattung her so aufgestellt, dass wir sowohl hochkomplexe Einzelstücke als auch kostengünstige Serienfertigung realisieren können. Viele Schreiner schaffen diesen Spagat nicht. Unsere 35 gut ausgebildeten Mitarbeiter produzieren mit einem überregional einmaligen Maschinenpark hochwertiges Mobiliar für Dienstleister und Privatkunden, die durch ihre Individualität besondere Akzente setzen wollen.“

Für die beiden Firmengründer sind ein hoher Automatisierungsgrad und die komplette Vernetzung von Entwurf, 3D-Planung, Konstruktion und Fertigung besonders wichtig. Dies betrifft auch die Anbindung an das Lager sowie die Auftragsübermittlung an die CNC- und Kantenanleimmaschinen. „Nur so schaffen wir bei Vollauslastung den wirtschaftlichen Spagat zwischen Einzelanfertigungen und der kompletten Plattenbearbeitung von 70 Platten in einer Schicht und können schnell, effektiv sowie kostengünstig produzieren. Gleichzeitig verfügen wir über ausreichend Kapazitäten, uns kreativ weiterzuentwickeln und innovativ zu planen. Neben der Kompetenz unserer Tischler ist unser Maschinenpark dafür von elementarer Bedeutung“, wie die beiden Geschäftsführer betonen.

Maschinenpark

padati produziert in der Südeifel im Wittlicher Industriegebiet Wengerohr auf dem 3.000qm großen Firmengelände mit seinen vernetzten Lager- und Handling-Lösungen alles was gebraucht wird, wenn es gebraucht wird. „Priorität besitzt für uns die Optimierung des Faktors Zeit sowie das bestmögliche Ausschöpfen von Lagerkapazitäten und die maximale Produktivität für Losgröße 1“, führt Krauth aus. Schon frühzeitig fiel die Entscheidung auf die Maschinen von Biesse, mit deren Einsatz peu à peu die Lagerverwaltung, der Zuschnitt bzw. das Auftrennen von Plattenmaterialien einschließlich der anschließender Kantenbearbeitung perfektioniert wurden. Seit 2020 wird die Materialverwaltung durch die Integration des automatischen Winstore Lagers in die werkseigene Produktionsanlage nachhaltig organisiert. Das Lagerportal übernimmt das komplette Handling zwischen den einzelnen Lagerplätzen und den eingebundenen Maschinen. Das beschleunigt die Verarbeitung, spart Zeit und minimiert Beschädigungen durch unsachgemäßes manuelles Handling.

: Photo 1

Im CNC-Bereich wuchsen im Laufe der Jahre mit den beiden bewährten vier bzw. fünf-Achsigen Rover A Modellen und dem ebenfalls 2020 hinzugekommenen Rover S FT Gantry-Bearbeitungszentrum die Konfigurationsmöglichkeiten. „Wir verfügen über unzählige Optionen mit den verschiedenen Aggregaten und den 4- oder 5-Achs-Fräsköpfen“, erläutert Teusch. „Die CNC-Bearbeitungszentren für die Nesting-Bearbeitung bieten uns eine effiziente Komplettbearbeitung von Holzplatten und Holzwerkstoffen zu sehr wettbewerbsfähigen Konditionen“. Die Rover-Modelle von Biesse ermöglichen dem Anwender, das gewünschte Werkstück mit einer einzigen, kompakten Maschine herzustellen. Die solide und ausgereifte Struktur des Rover S FT Gantry- / CNC-Bearbeitungszentrums wurde speziell für hohe Belastungen während der Bearbeitung entwickelt und gewährleistet die präzise und zuverlässige Feinbearbeitung verschiedener Materialtypen sowie eine dauerhafte Produktqualität. Die CNC verfügt über einen doppelten Antrieb entlang der X-Achse, der das Erreichen hoher Drehzahlen und Beschleunigungen auf bis zu 3m/s2 ermöglicht. Auch bei der Maximalgeschwindigkeit von 85m/min werden die hohe Oberflächenpräzision und -qualität beibehalten. Optional steht eine automatische Schmierung zur Verfügung, die eine ständige Schmierung der wichtigsten Bewegungselemente der Maschine ohne Eingriff des Bedieners sicherstellt.

Die nächste Maschine wartet schon

Im Bereich Kantenbearbeitung verrichtet seit 2011 eine Roxyl Kantenanleimmaschine des italienischen Maschinenbauers ihre zuverlässigen Dienste – und die bekommt in absehbarer Zeit Zuwachs, der Kauf einer neuen Kantenanleimmaschine ist anvisiert. Der nächsten Biesse steht also nichts mehr im Weg. „Wir arbeiten seit 2007 erfolgreich mit der deutschen Dependance in Nersingen zusammen. Die erste Maschine hat uns mit ihrer Qualität, Präzision und Leistungsfähigkeit überzeugt; und so kam eine nach der anderen“, zieht Krauth eine positive Bilanz der Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer aus Pesaro. „Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Service, mit dem wir hochzufrieden sind. Im Laufe der Jahre entstand ein freundschaftlicher und persönlicher Kontakt, das schafft Vertrauen“, beschreibt sein Kompagnon Teusch ergänzend das partnerschaftliche Verhältnis. Bisher setzt padati die Maschinen und Anlagen von Biesse neben der Lagerverwaltung vorwiegend in der CNC-Frästechnik ein, für die Zukunft des Unternehmens mit einem Jahresumsatz von vier Millionen Euro legen die beiden Gründer den gemeinsamen Fokus auf die weitere technologische Entwicklung mit dem Ziel der Optimierung der Produktionskette durch einen höchstmöglichen Automatisierungsgrad.

Aus: HOB Die Holzbearbeitung 8 (Oktober) 2021

„Wir arbeiten seit 2007 erfolgreich mit der deutschen Dependance in Nersingen zusammen. Die erste Maschine hat uns mit ihrer Qualität, Präzision und Leistungsfähigkeit überzeugt; und so kam eine nach der anderen.“
Daniel Krauth (links) Einer der beiden Gründer und Geschäftsführer der padati GmbH
Daniel Krauth (links)
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